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Business mit Weitsicht

Gesellschaftsverträge für Gründer

Lesedauer: 4 Minuten | Erstellungsdatum: 30.10.2018

Ein Vertrag zwischen Gründern ist wie eine Gebrauchsanleitung für die Zukunft. Denn er regelt nicht nur die Geschäftsführung, sondern kann auch Konflikten vorbeugen oder sie beenden. Aber wer braucht überhaupt einen Gesellschaftsvertrag? Und welche Mindestangaben muss er enthalten?

Die meisten Menschen müssen schon gähnen, wenn sie nur das Wort „Vertrag“ hören und an all die Paragrafen, Satzungen und Regeln denken, die am Ende zu unterschreiben sind. Dabei gehören Verträge zu den großen Errungenschaften der Zivilisation. Sie geben einem Bund oder Zusammenschluss die nötige Form und Sicherheit, da sich jeder Unterzeichner an die Rechten und Pflichten aus dem Vertrag zu halten hat.

Denn was viele nicht wissen:
Unternehmen jeder
Gesellschaftsform benötigen
einen Gesellschaftsvertrag

Kein geschäftlicher Zusammenschluss ohne Vertrag

Vor allem als Gründer sollten Sie also hellwach sein, wenn Sie mit Partnern ein Unternehmen aufbauen wollen. Denn als einer von mehreren Gesellschaftern sollten Sie sich von Beginn an darüber im Klaren sein, wer welche Rechte und Pflichten hat. Zudem sollte jeder Beteiligte wissen, was bei einem möglichen Konflikt zu tun ist, wer wofür haftet, wie die Gewinne zu verteilen sind und vieles mehr.

Tipp: Wie Sie ein Unternehmen gründen und welche Rechtsform für Sie die richtige ist, erfahren Sie hier.

Genau das sieht der Gesetzgeber auch vor. Denn was viele nicht wissen: Unternehmen jeder Gesellschaftsform benötigen einen Gesellschaftsvertrag. Also nicht nur Kapitalgesellschaften wie eine UG, eine GmbH oder eine AG. Auch Personengesellschaften wie die GbR, die OHG oder die KG müssen ihren Zusammenschluss vertraglich regeln.

Der einzige Unterschied besteht darin, dass die Gründer einer Kapitalgesellschaft zu einem schriftlichen Gesellschaftsvertrag verpflichtet sind, der zudem notariell beglaubigt sein muss. Bei Personengesellschaften genügt dagegen die mündliche Absprache – auch wenn dringend zu empfehlen ist, alle getroffenen Vereinbarungen vertraglich zu fixieren.

Anpassungen sind jederzeit möglich

Verträge müssen nicht nur eingehalten werden, sie lassen sich auch verändern. Das ist tatsächlich in vielen Fällen nötig, weil sich im Laufe der Geschäftstätigkeit Änderungen ergeben, die im Gesellschaftsvertrag berücksichtigt werden müssen. Zum Beispiel dann, wenn ein neuer Gesellschafter, Partner oder Investor an Bord kommt, eine Kaptalerhöhung erfolgt oder sich Geschäftszweck und Sitz der Gesellschaft ändern.

In all diesen und anderen Fällen müssen die Änderungen per Gesellschaftsversammlung mit der notwendigen Mehrheit beschlossen, vom Notar beglaubigt und beim Handelsregister gemeldet werden.

Fazit: Gute Verträge sind eine gute Vorsorge

Gesellschaftsverträge sind eine Vorsorge für den Geschäftsalltag und für den Krisenfall. Deshalb sollten auch Personengesellschaften wie GbR, OHG oder KG Vereinbarungen vertraglich festhalten, obwohl sie dazu nicht verpflichtet sind. Spätestens beim Ausscheiden oder bei dem Tod eines Gesellschafters können klare Verteilungs- und Nachfolgeregelungen das Schlimmste verhindern. Um das zu gewährleisten, sollten Gründer nicht auf Musterverträge zurückgreifen, sondern einen Anwalt hinzuziehen, um Fehler und deren Folgen zu vermeiden.


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