Money, money, money: „The Wolf of Wall Street”, “Margin Call” und Co.: Die bekanntesten Börsensprüche im Faktencheck. Im Bild: Junger Mann hält grinsend einen Dollar Schein in die Kamera.

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„The Wolf of Wall Street“, „Margin Call“ und Co.: Die bekanntesten Börsensprüche im Faktencheck

Lesedauer:
4 Minuten
Erstellungsdatum: 27.04.2018

Ob Leonardo DiCaprio in „The Wolf of Wall Street“, Dan Akroyd in „Die Glücksritter“ oder George Clooney in „Money Monster“: Die Börsengurus aus Hollywood kennen sich aus mit Macht und Geld. Oder? 5 Filmzitate im Faktencheck.

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Klingt eigentlich ganz einfach, was Dan Aykroyd alias Louis Winthorpe III in „Die Glücksritter“ (1983) da behauptet. Tatsächlich kann das Kaufen günstiger Aktien eine gewinnbringende Strategie an der Börse sein. Doch ist es wirklich so einfach? Nicht ganz: Ein sogenannter Value-Investor, also ein „wertorientierter Anleger“, sucht nach Wertpapieren von Unternehmen mit gutem Potenzial zum günstigen Kurs, nach unterbewerteten Aktien also. Die Spekulation dabei: Auf lange Sicht wird die Aktie zulegen und kann mit Kursgewinnen veräußert werden. Dies ist eine der ältesten Anlageformen, die sich unzählige Male bewährt hat, aber natürlich auch nach hinten losgehen kann, denn die Spekulation muss nicht aufgehen. Nur weil eine Aktie unterbewertet zu sein scheint, muss sie keinen Kursgewinn bringen. Möglicherweise wird sie sich nie wieder erholen oder sogar weiter fallen.

Gier ist gut.

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„Gier ist gut. Gier ist richtig“, sagt Michael Douglas alias Gordon Gecko in „Wall Street“ (1987). Aber kann aus der Gier nach Aktiengewinnen nicht auch eine Sucht werden? Wie der Fall des FC-Bayern-München-Bosses Uli Hoeneß gezeigt hat: Ja. In einem Interview gegenüber der Wochenzeitung Zeit sagte Hoeneß: „Das war der Kick, das pure Adrenalin.“ Psychologen, die sich mit dem Thema Spielsucht befassen, bestätigen das. Börsenspekulationen üben einen starken Sog auf Menschen aus und können süchtig machen. Ständig lockt der Reiz, weiterzumachen, noch mehr zu gewinnen und Verluste auszugleichen. Wer anfällig dafür ist, sollte die Finger vom Aktiengeschäft lassen − oder sein Geld einem professionellen Bankberater anvertrauen.

Es gibt drei Wege, in diesem Geschäft Geld zu machen: der Erste zu sein, schlauer zu sein oder zu betrügen

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Der letzte Punkt lässt sich schnell erledigen: Betrug führt in den allermeisten Fällen nicht zum Erfolg, sondern auf direktem Weg ins Gefängnis. Aber wie sieht es mit den anderen zwei Möglichkeiten aus, die Jeremy Irons alias John Tuld in „Margin Call – Der große Crash“ (2011) beschwört? Zwar geht es im Film nicht in erster Linie um das Aktiengeschäft, doch lassen sich seine Erfolgsversprechen gut darauf übertragen.

Punkt 1: Der Erste sein. Klingt nicht schlecht, ist aber nur die halbe Wahrheit. Denn natürlich spielt das richtige Timing an der Börse eine ganz zentrale Rolle. Gutes Timing ist es, wenn man als Erster einen Trend erkennt. So kann die größte Gewinnspanne erzielt werden. Wer dagegen als Erster steigende Wertpapiere verkauft, beweist schlechtes Timing. Lieber sollten Anleger die Nerven behalten und sich gegen fallende Kurse wappnen, etwa durch einen Verkaufsauftrag per Stop-Loss-Order. Das ist der Auftrag von Aktienbesitzern an ihre Bank, ein Wertpapier zu verkaufen, sobald es eine festgelegte Kursschwelle berührt. Das sichert bereits entstandene Gewinne im Falle einer Richtungsänderung im Kursverlauf ab. Außerdem kann der Anleger so durch rechtzeitiges Abstoßen verhindern, bei einer Aktie im freien Fall noch voll investiert zu sein.

Und Punkt 2: Man muss schlauer sein. Das stimmt, jedenfalls ein bisschen. Denn Wissen und die Fähigkeit, die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen, spielen an der Börse definitiv eine große Rolle. Schließlich erfordert das Aktiengeschäft finanzielles, wirtschaftliches und politisches Verständnis. Doch: Auch Cleverness ist keine Garantie, wie verschiedene Experimente mit Schimpansen zeigen, die als Zufalls-Broker nicht schlechter abschnitten als hochbezahlte Profis. Na ja, zumindest im Durchschnitt.

Die Wall Street ist ein Casino, dort spielt man mit Ihrem Geld

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George Clooney alias Lee Gates vergleicht in „Money Monster“ (2016) die Wall Street mit einem Casino. Dicke Film-Lippe, oder ist da etwas dran? Im Jahr 2005 erschien genau dazu ein Buch von Nicolas Darvas, der an der Wall Street das große Geld gemacht hat: „Das Wall-Street-Casino. So machen Sie mit Aktien ein Vermögen – und behalten es auch“. Darin beschreibt Darvas die Börse als eine „Spielbank, bevölkert von Kartengebern, Croupiers und Tippgebern auf der einen Seite und Gewinnern und armen Schluckern auf der anderen“. Der Vergleich mit einer Spielbank kam verstärkt auf, als die Händler an der Börse durch Computer ersetzt wurden, deren regelbasiertes Handeln den meisten Menschen völlig undurchsichtig erscheint.

Niemand kann vorhersagen, ob eine Aktie steigt oder fällt oder sich seitwärts entwickelt

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Die meisten professionellen Analysten werden Matthew McConaughey alias Mark Hanna in „The Wolf of Wall Street“ (2013) wohl widersprechen. Denn Aktienanalyse ist beliebt. Aber auch umstritten. Grundsätzlich gibt es zwei Varianten: Bei der Fundamentalanalyse wird eine Aktiengesellschaft aufgrund von Kennzahlen bewertet, also anhand von Ertrag, Finanzkraft oder Wachstumschancen. Die technische Analyse orientiert sich dagegen am historischen Kursverlauf und leitet aus den Ups und Downs eine mögliche Kursentwicklung für die Zukunft ab.

Dennoch bleibt festzuhalten: Analysen treffen nicht immer ins Schwarze, obwohl beide Methoden große Erfolge erzielen können. Deshalb: Vertrauen Sie Empfehlungen niemals blind, sondern lassen Sie sich erläutern, worauf diese basieren, und halten Sie sich zusätzlich immer auch informiert. Ist Ihnen der Aufwand zu groß, sollten Sie von einem Direktinvestment in Einzelaktien die Finger lassen.

Einen Überblick zu attraktiven Anlagemöglichkeiten können Sie sich beispielsweise hier verschaffen.

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