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TRENDS

Schlank, schnell und sparsam

Lösungen für das Lean Startup

Lesedauer: 4 Minuten | Erstellungsdatum: 06.04.2018

Wer sich für die Methode Lean Startup entscheidet, will schlank und schnell ohne großes finanzielles Risiko gründen. Diese On-Demand-Angebote helfen dabei.

Manchmal liegt das Glück im wahrsten Sinne des Wortes auf der Straße. Davon können Abschleppunternehmer Frank Heck und Wirtschaftsinformatiker Santosh Satschdeva ein Lied singen. Die beiden Rheinländer hatten sich bei einer Autopanne kennengelernt und gemeinsam die Idee einer virtuellen Notrufsäule für die Jackentasche entwickelt. Seit Mitte 2016 bietet ihre MySchleppApp eine preisgünstige Alternative unter anderem zur klassischen ADAC-Mitgliedschaft: Gezahlt wird nur im Pannenfall.

Die Alternative zum Büro: Coworking Space

Mit ihrem On-Demand-Service haben Heck und Satschdeva voll ins Schwarze getroffen und ihre Idee innerhalb kürzester Zeit zur Marktreife gebracht. Auch, weil sie dabei auf innovative On-Demand-Angebote setzten. Zum Beispiel beim Firmensitz: Statt teure Räume anzumieten, hat sich das Gründerduo zunächst einmal zwei Arbeitsplätze in einem von Hunderten Coworking Spaces beschafft, die inzwischen bundesweit wie Pilze aus dem Boden sprießen.

Diese Büroräume auf Zeit liegen meist in bester Lage und können tage-, wochen- oder monatsweise angemietet werden. Je nach Anbieter und eigenen Anforderungen bereits für weniger als 100 Euro pro Monat. Sie bieten vom flexiblen oder fixen Schreibtisch über Telefon und Internetanschluss bis hin zu Konferenzräumen eine professionelle Infrastruktur, die Gründer erst mühsam aufbauen müssten. Gleichzeitig treffen hier ganz unterschiedliche Menschen, Projekte oder Geschäftsideen aufeinander – Austausch und Networking gibt’s also inklusive. Und wenn sich das Geschäft gut entwickelt und weitere Mitarbeiter an Bord kommen, können mühelos weitere Arbeitsplätze hinzugebucht werden.

Software as a Service statt eigener IT

Wer die fürs Geschäft nötige Software nicht kauft, sondern mietet, kann seine Flexibilität erhöhen und operative Kosten reduzieren. Ein wichtiger Vorteil – vor allem, wenn Gründer mit ihrer Geschäftsidee ohne externes Kapital durchstarten wollen. Kein Wunder, dass Jungunternehmer auch beim Thema IT immer häufiger On-Demand-Angebote nutzen. Software as a Service (SaaS) heißt das Zauberwort, das Startups den Weg zur schlanken, sparsamen Unternehmensgründung erleichtert.

Dabei werden die benötigten Anwendungen und Daten in Rechenzentren des gewählten Anbieters betrieben und über die Cloud bereitgestellt – von der Software zur Steuerung von Unternehmen (Enterprise Resource Planning, ERP) oder Kundenbeziehungen (Customer Relationship Management, CRM) bis hin zu Anwendungen aus den Bereichen Projektmanagement, Buchhaltung, Zeiterfassung und Office-Anwendungen. Bedient werden die Programme in der Regel über den Browser. Dadurch lässt sich die Software mit jedem Betriebssystem nutzen, allerdings nur, wenn eine Internetverbindung besteht. Zudem stehen die Anwendungen von jedem Ort aus rund um die Uhr zur Verfügung – egal, ob der Gründer gerade am Arbeitsplatz, zu Hause oder unterwegs ist.

Cloudbasierte ERP-Lösungen wie SevDesk oder Mein Tagwerk gibt es zu Preisen zwischen 50 und 120 Euro pro Monat und Benutzer. Bei „kleinen“ Lösungen für die Buchhaltung, etwa von Lexoffice oder Sage One, ist monatlich mit 10 bis 15 Euro zu rechnen. Zwar sind auch das Kosten. Dafür sparen sich die Nutzer von Mietsoftware aber den Aufbau und den Betrieb einer eigenen IT-Infrastruktur.

Und um die Sicherheit müssen sie sich ebenfalls keine Sorgen machen, denn der Provider kümmert sich um die Verfügbarkeit, um Datenschutz bzw. -sicherung und um Softwareupdates. Bei der Suche nach einem geeigneten Angebot sollte aber darauf geachtet werden, dass der SaaS-Anbieter Angaben zum Serverstandort macht. Denn die Daten sollten möglichst auf Servern in Europa oder besser noch in Deutschland liegen, weil hier strengere Datenschutzbestimmungen erfüllt werden müssen als beispielsweise in den USA.

Schnelle Hilfe für zwischendurch: Crowd- und Clickworking

Last, but not least können Gründer bei Einzeljobs oder Projekten auch die Crowd für sich arbeiten lassen. Zum Beispiel, wenn kurzfristig viel Arbeit anfällt oder nur zeitweilig Spezialkenntnisse benötigt werden und eine Festanstellung deshalb keine Option ist.

In diesen Fällen können Crowdsourcing und Clickworking eine echte Hilfe sein. Dabei werden über Onlineplattformen wie Crowd Guru, Twago, Clickworker oder mylittlejob Aufträge verschiedenster Art ausgeschrieben und anschließend von freien Mitarbeitern oder Studenten im Homeoffice erledigt. Bundesweit sind nach Angaben der IG Metall bereits mehr als eine Million Crowdworker aktiv. Sie testen Software und erledigen Jobs von Übersetzungen und Datenbankpflege bis zum Schreiben von Produkttexten oder dem Programmieren von Websites.

Fazit: Gerade in den ersten Monaten einer Existenzgründung können On-Demand-Services eine wertvolle Unterstützung sein, wenn es darum geht, ganz oder zu einem großen Teil aus Eigenmitteln an den Start zu gehen. Hinzu kommt, dass Startups wertvolle Zeit gewinnen können, weil sie ohne den langwierigen Aufbau einer eigenen Infra- und Personalstruktur sofort loslegen können. So können sich Gründer auf das konzentrieren, was wirklich zählt: auf ihre Geschäftsidee, das Kerngeschäft und die ersten Kunden.

Bedarfsgerecht durchstarten: On-Demand-Angebote für Gründer

Coworking Spaces: In Coworking Spaces können voll ausgestattete Büros und Konferenzräume temporär angemietet werden. Das macht flexibel und erleichtert die Vernetzung mit anderen Gründern, Experten und Investoren, die auch dort arbeiten. Freie Plätze lassen sich beispielsweise über die App Desk.Works finden.

Crowdsourcing: Beim Crowdsourcing werden Arbeiten nicht mehr an einzelne Dienstleister, sondern an mehrere Personen ausgelagert. Vermittlungsplattformen wie Crowd Guru, Twago, Clickworker oder mylittlejob bringen Unternehmen mit Spezialisten aus aller Welt zusammen.

Outsourcing: Beim Outsourcing werden komplette Bereiche oder einzelne Projekte an externe Dienstleister oder Freelancer vergeben. Das bietet sich z. B. für Marketing- und IT-Projekte, Abrechnungsaufgaben oder für Steuererklärungen an. Spezialisten unterschiedlichster Couleur findet man über virtuelle Auftragsbörsen wie Projektwerk, Freelancermap oder spezialisierte Personaldienstleister.

SaaS/IaaS: Software as a Service (SaaS) und Infrastructure as a Service (IaaS) sind Bestandteile des Cloud-Computing-Konzepts. Dabei werden Softwareanwendungen (SaaS) bzw. Server- und Speicherkapazitäten (IaaS) bedarfsgerecht via Internet zur Verfügung gestellt.

Carsharing: Versicherung, Parkgebühren, Kfz-Steuer – ein Firmenwagen lässt sich zwar absetzen, kostet aber immer noch eine Menge Geld. Deshalb setzen viele Gründer inzwischen auf Carsharing Services und buchen je nach Bedarf Kleinwagen, Transporter oder Luxuslimousinen ganz einfach per Mausklick.

  • Coworking Spaces

    In Coworking Spaces können voll ausgestattete Büros und Konferenzräume temporär angemietet werden. Das macht flexibel und erleichtert die Vernetzung mit anderen Gründern, Experten und Investoren, die auch dort arbeiten. Freie Plätze lassen sich beispielsweise über die App Desk.Works finden.

  • Crowdsourcing

    Beim Crowdsourcing werden Arbeiten nicht mehr an einzelne Dienstleister, sondern an mehrere Personen ausgelagert. Vermittlungsplattformen wie Crowd Guru, Twago, Clickworker oder mylittlejob bringen Unternehmen mit Spezialisten aus aller Welt zusammen.

  • Outsourcing

    Beim Outsourcing werden komplette Bereiche oder einzelne Projekte an externe Dienstleister oder Freelancer vergeben. Das bietet sich z.B. für Service- bzw. Call Center, Marketing- und IT-Projekte, Abrechnungsaufgaben oder für Steuererklärungen an. Spezialisten unterschiedlichster Couleur findet man über virtuelle Auftragsbörsen wie Projektwerk, Freelancermap oder spezialisierte Personaldienstleister.

  • SaaS/IaaS

    Software as a Service (SaaS) und Infrastructure as a Service (IaaS) sind Bestandteile des Cloud-Computing Konzepts. Dabei werden Softwareanwendungen (z. B. Buchhaltungsprogramme, s. Abbildung) bzw. Server- und Speicherkapazitäten über das Internet zur Verfügung gestellt.

  • Carsharing

    Versicherung, Parkgebühren, Kfz-Steuer – ein Firmenwagen lässt sich zwar absetzen, kostet aber immer noch eine Menge Geld. Deshalb setzen viele Gründer inzwischen auf Carsharing Services und buchen je nach Bedarf Kleinwagen, Transporter oder Luxuslimousinen ganz einfach per Mausklick.


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