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WACHSEN

Business 4.0

5 Digitaltrends für mehr Geschäftserfolg

Lesedauer: 4 Minuten | Erstellungsdatum: 18.04.2018

Business 4.0 macht schlank und schnell. Denn wer die neuen digitalen Möglichkeiten sinnvoll nutzt, kann sich im täglichen Erfolgskampf einen entscheidenden Vorsprung verschaffen. Hier die 5 spannendsten Trends im Überblick.

1. Growth Hacking: Wachstum clever ankurbeln

Growth Hacking ist die Kunst, möglichst günstig neue Kunden zu gewinnen. Dazu nutzen die Wachstums-Hacker modernes und datengetriebenes Marketing. Vor allem Startups setzen gerne auf Growth Hacking, weil ihnen häufig das Geld für teure Kampagnen fehlt. Damit finden sie innovative Alternativen zu traditioneller Werbung, die möglichst wenig kosten. Ein Beispiel ist Dropbox: Seit 2016 schenkt das Unternehmen jedem Nutzer, der den Service weiterempfiehlt, zusätzlichen Speicherplatz. Das Ergebnis: Innerhalb von 15 Monaten konnte Dropbox die Zahl der Nutzer von 100.000 auf vier Millionen User steigern. Wachsen – das ist das oberste Ziel, das ein Growth Hacker für sein Unternehmen verfolgt. Und fast immer geht er nach dem gleichen Muster vor: Er nutzt einfach die Kunden, die er schon hat, und bringt sie dazu, neue Kunden anzuwerben oder selbst mehr zu konsumieren.

2. Cloud-Computing: Mitarbeiter vernetzen

Chats, Terminkalender, Datenaustausch, Aufgabenverwaltung – beim Cloud-Computing geht es, technisch gesehen, um die zentrale Verwaltung von Software, Servern und Speicherplatz für Daten. Statt selbst in neue Computerprogramme oder -technik zu investieren, zahlen Unternehmen eine Gebühr an den Cloud-Anbieter, der beides über das Internet zur Verfügung stellt und den technischen Betrieb übernimmt. Zwei von drei Unternehmen in Deutschland setzten 2016 quer durch alle Branchen auf Cloud-Computing, kleine Betriebe ebenso wie Großunternehmen. Die Vorteile: Die Dienste sind skalierbar, das heißt, sie wachsen mit den Bedürfnissen mit, und die Kosten sind durch eine feste Monatsgebühr kalkulierbar.

Was lässt die Unternehmen zögern, die Cloud-Computing noch nicht nutzen? Vor allen Dingen ist es der Datenschutz. Schließlich gibt ein Unternehmen dabei seine Daten an den Anbieter heraus. Und man macht sich abhängig: Funktioniert der Server des Anbieters nicht oder meldet er Konkurs an, steht man als Unternehmer vor einem Problem. Mit professionellen Cloud-Anbietern sollten bei Vertragsabschluss sogenannte Service Level Agreements (SLAs) festgelegt werden, die bei einem Ausfall greifen. Qualitativ hochwertige Cloud-Anbieter verfügen über Back-up-Pläne und ausfallsichere Stromversorgungen wie Notstromgeneratoren oder externe Rechenzentren. Bei besonders hohen Anforderungen an den Datenschutz sollte zudem die Auswahl auf Anbieter beschränkt werden, deren Server in Deutschland oder der EU stehen, weil die gesetzlichen Anforderungen hier höher sind als beispielsweise in den USA.


Fahrplan: Mit Digitalisierung zu mehr Wettbewerbsfähigkeit

Ganz egal, ob Sie bei der Digitalisierung Vorreiter sind oder Nachholbedarf haben: Für alle Fälle stellt die KfW zinsgünstige Darlehen für die unterschiedlichsten Vorhaben bereit – von der Entwicklung einer Social-Media-Strategie über neue Fertigungskonzepte bis zum Aufbau eines Onlineshops. Für wen sich der Antrag lohnt und wie Sie Ihr Digitalprojekt damit umsetzen, lesen Sie in unserem „Fahrplan Digitalisierung“.

  • ERP-Digitalisierungs- und Innovationskredit im Überblick
  • Fahrplan für Ihr Digitalisierungsprojekt
  • Weiterführende Links zu Produktfinder, Tilgungsrechner etc.

Dieses Angebot ist kostenfrei, wenn Sie der werblichen Nutzung Ihrer E-Mail Adresse zustimmen.

3. E-Commerce: Produkte online verkaufen

Mit der stärkeren Nutzung des Internets wächst auch das Interesse der Kunden, online zu kaufen. Die Zahlen sind jedenfalls eindeutig: Lagen die Umsätze im deutschen Onlinehandel 2007 noch bei 10,4 Milliarden Euro, kletterten sie 2017 schon auf rund 48 Milliarden Euro. Wer also Waren verkauft, sollte dies auch online tun. Zum Beispiel über den eigenen Onlineshop oder über große Handelsplattformen, auf denen mittlerweile bis zu 55 Prozent aller Produktrecherchen starten. Auch kleinere Onlinehändler können das für sich nutzen und ihre Artikel dort verkaufen. 

Beim eigenen Webshop gilt: Servicezufriedenheit bindet Kunden – so das Fazit einer Untersuchung des ECC Köln. Vor allem wünschen sich Kunden verschiedene Zahlungsmethoden, eine Auswahl an Lieferoptionen und Angebote wie Ratgeber und kostenlosen Retourenservice. Preis, Sortiment, Verfügbarkeit und Liefergeschwindigkeit gelten zudem als die wichtigsten Kriterien. Auch die Übersicht ist entscheidend: Aus Kundensicht schlägt hier der Informationsgehalt das Design.

4. Onlinewerbung: Anzeigen auf Facebook und Google Ad Words

Über 2 Milliarden Nutzer tummeln sich weltweit jeden Monat auf Facebook. Wer hier eine Werbeanzeige schaltet, kann eine Menge Personen erreichen, auch die rund 800 Millionen Nutzer von Instagram. Die Anzeigen lassen sich individuell auf eine Zielgruppe zuschneiden und vermarkten. Wie lange die Anzeige sichtbar sein soll, lässt sich variabel festlegen, auch die Höhe des Budgets. 

Anders funktioniert Werbung bei Google: Das Erstellen von Werbebannern, sogenannten Google Ad Words, kostet nichts. Erst, wenn Nutzer auf ein Banner klicken und zur beworbenen Website gelangen, fallen Kosten an. Die hängen von verschiedenen Faktoren ab. Zum Beispiel von den Suchbegriffen: Je mehr Werbende auf die gleichen Suchbegriffe setzen, um gefunden zu werden, desto teurer wird es. Wer kreativ ist und auf eher ungewöhnliche Suchbegriffe setzt, kommt billiger weg, riskiert aber auch, kaum gefunden zu werden. 2,2 Milliarden Besuche konnten die 20 beliebtesten Internethändler 2015 laut einer Studie  in Deutschland durch eine geschickte Platzierung ihrer Banner in Suchmaschinen erzielen. Ein Jahr später waren es bereits 2,83 Milliarden Besuche.

5. Big Data: Onlinedaten zur Analyse nutzen

Rund 25 Millionen Menschen, deren Surfverhalten akribisch analysiert wird, besuchen pro Monat den Shop des Onlinehändlers Otto. Dadurch konnte Otto unter anderem seine Absatzprognosen um bis zu 40 Prozent verbessern und gleichzeitig erhebliche Kosten sparen. Denn durch die Analyse und treffsichere Vorhersage des Verbraucherverhaltens lassen sich natürlich auch Einkaufsplanung, Warensteuerung und Einsatzplanung der Mitarbeiter optimieren. Das Beispiel ist nur eines von vielen, wie das Zeitalter von Big Data die Unternehmensprozesse von Grund auf verändert. Firmen analysieren diejenigen, von denen sie profitieren. Ob Likes auf Facebook oder Suchbegriffe bei Google: Die Auswertung der Datenmengen ermöglicht, Angebote auf individuelle Nutzergruppen zuzuschneiden, Risiken zu minimieren, Abläufe zu optimieren und Marktlücken aufzudecken. 

Und das muss nicht immer teuer sein, denn wer kein oder kaum Geld ausgeben möchte, kann bei Ad-hoc-Analysen Tools wie etwa Excel nutzen. Laut dem Statistik-Portal Statista haben 2016 damit 86 Prozent der Firmen in Deutschland gearbeitet. Während die Daten hier hauptsächlich manuell eingespeist werden müssen, können Analyse-Tools wie Amazon Web Services deutlich mehr. Kauft man eine komplette Datenanalyse-Umgebung, liegen die Kosten allerdings schnell im sechsstelligen Bereich. Die Anbieter können aber auch kleinere Pakete für das jeweilige Unternehmen schnüren.

Fazit: Bei der Datenanalyse wie auch beim Handel, in der Kommunikation und der Werbung muss jedes Unternehmen für sich entscheiden, wie stark es die digitalen Möglichkeiten für den eigenen Erfolg nutzen will und kann. Nur eines ist klar: Ganz darauf verzichten ist keine Option. Denn hier schlummern riesige Effizienzpotenziale, die es zu nutzen gilt, bevor es der Wettbewerb macht und davonzieht. Deshalb ist es in jedem Fall ratsam, ausreichend Zeit in eine eigene Digitalstrategie zu investieren und die am besten dafür geeigneten Online-Tools und -Angebote zu suchen. Die damit verbundene Anpassung von internen Geschäftsprozessen, der Schulungsaufwand und die erforderliche Einarbeitungszeit sollten allerdings nicht unterschätzt werden. Deshalb gilt es, Prioritäten zu setzen, die sich Schritt für Schritt umsetzen lassen.


Praxisleitfaden „Onlinemarketing mit Tipps zum Datenschutz“

Schritt für Schritt führt dieser Praxisleitfaden Einsteiger durch Strategien, Ziele und die wichtigsten Basics für einen wirkungsvollen Onlineauftritt. Mit kompakten Hinweisen, welche Vorschriften der DSGVO bei den genannten Maßnahmen zu beachten sind. 

Dieses Angebot ist kostenfrei, wenn Sie der werblichen Nutzung Ihrer E-Mail Adresse zustimmen.


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